Ich dachte immer, Zuhause sei ein Ort. Einer mit Adresse, mit Routine und Verlässlichkeit. Aber vielleicht ist Zuhause manchmal einfach da, wo ich leicht bin.
Wo ich atme, ohne mich zu fragen, wie es wirkt. Wo ich mich nicht festhalten muss, weil nichts droht zu kippen.
Ich habe Orte erlebt, die nicht mir gehörten, und mich trotzdem gehalten haben.
Nicht für immer.
Aber für genau diesen Moment. Und das hat gereicht.
Manchmal sitzt das Leben in einem Fensterrahmen, den man nicht kennt. In einem Gespräch, das nicht tief war, aber ehrlich. In einer Stadt, in der man niemand ist – und genau deshalb einfach sein darf.
Es sind nicht die Wurzeln, die uns halten. Sondern das Gefühl, kurz nichts beweisen zu müssen.
Vielleicht brauchen wir nicht immer ein Zuhause zum Bleiben – sondern eins fürs Ankommen. Für einen Abend. Für eine Woche. Für den Moment, in dem man sich nicht erklären muss.
Und vielleicht ist das die eigentliche Leichtigkeit: Zu wissen, dass man überall ein kleines Stück von sich selbst finden kann. Auch dort, wo man nie bleiben wollte.

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