Dinge, die bleiben

Es gibt Dinge, die einfach da sind. Nicht, weil man sie braucht. Nicht, weil sie schön sind. Sondern weil sie geblieben sind, während anderes gegangen ist.

Die Tasse mit dem kleinen Sprung, aus der ich seit Jahren trinke. Nicht, weil sie besonders ist. Sondern, weil sie irgendwie dazugehört. Wie ein Geräusch, das man erst vermisst, wenn es weg ist.

Der Mantel, in dessen Taschen ich immer wieder alte Einkaufszettel finde. Zeilen aus einem Alltag, der längst vergangen ist und trotzdem noch mitschwingt.

Das Buch, das ich nie ausgelesen habe – aber oft aufgeschlagen. Nicht wegen der Geschichte. Sondern, weil es sich nach damals anfühlt. Nach einer Version von mir, die ich nicht mehr bin – aber noch gut kenne.

Und dann ich.
Mit all den Dingen, die ich nicht aussortiert habe. Nicht, weil ich an ihnen hänge. Sondern, weil sie etwas erinnern, das ich nicht verlieren will. Noch nicht.

Nicht alles muss neu. Nicht alles muss sich verändern. Manches darf einfach da sein. Still. Vertraut. Und ein bisschen zu persönlich, um egal zu werden.


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